Obwohl beim DEL College hauptsächlich ein dem normalen DEL-Ranking-System angepasstes Ranking benutzt wird, werden die Teilnehmer der BCS-Bowls (eine Art Einladungs-Pokalendspiele) anhand einer speziellen BCS-Formel bestimmt. Die BCS-Rangliste basiert auf fünf Gesichtspunkten.

  • durchschnittliches Abstimmungsergebnis bei der Abstimmung der Coaches und Journalisten über das Ranking
  • vom Computer ermittelte Durchschnittsbeurteilung der Teams
  • Stärke der Gegner in der Saison (Spielplan-Stärke)
  • Anzahl der Niederlagen
  • Qualitäts-Gewinne

1.) durchschnittliches Abstimmungsergebnis bei der Abstimmung der Coaches und Journalisten über das Ranking:
Das Abstimmungsergebnis kann von 1 bis x reichen, wobei x die Zahl der Teams in der jeweiligen Division ist. Als durchschnittliches Abstimmungsergebnis wird der Durchschnitt aus der Abstimmung der Coaches und der Abstimmung der Journalisten genommen, wobei die Abstimmung der Coaches durch eine echte Wahl der Coaches ermittelt wird, während die Journalisten-Abstimmung vom Computer simuliert wird, der dabei das Abstimmverhalten realer Journalisten-Rankings berücksichtigt.

2.) vom Computer ermittelte Durchschnittsbeurteilung der Teams:
Hier werden vom Computer sieben Rankings erstellt, welche die sieben Abstimmungen, die im realen BCS-Leben benutzt werden, wiederspiegeln. Die genaue Formel ist zu undurchsichtig und kompliziert, um sie im Einzelnen zu erläutern. Statt sieben Gesamtrankings herzunehmen und das schlechteste zum Streichergebnis zu machen (wie im realen College-Football), werden sämtliche Einzelrankings zusammen betrachtet, das schlechteste Siebtel aller Einzelranking gestrichen und der Schnitt der verbleibenden Einzelrankings entsprechend auf Sechstel hinter dem Komma gerundet. Damit ergibt sich eine Zahl, die wie ein echtes BCS-Ranking aussieht, aber akkurater ist als die tatsächliche Ermittlungsmethode, bei der ein schlechteres Team schon einmal wegen der zufälligen Zusammenstellung der Einzelrankings zu den sieben Gesamtrankings vor einem besseren stehen kann.

3.) Stärke der Gegner in der Saison (Spielplan-Stärke):
Hier wurde statt des echten BCS-Systems das genauere Schedule-Strength System des Computer-Ratings übernommen. Um den Unterschied deutlich zu machen, ein Beispiel: Im echten BCS-System würden ein Team A, das bei einer 12-0 Bilanz gegen sechs Gegner mit einer 11-1 Bilanz (Niederlage nur gegen dieses Team) und sechs Gegner mit einer 0-12 Bilanz gespielt hat, und ein Team B, das bei einer 12-0 Bilanz sechs Gegner mit einer 6-6 und sechs Gegner mit einer 5-7 Bilanz als Gegner hatte, gleich bewertet. Dabei ist offensichtlich, dass Team A den schwereren Spielplan hatte, weil es gegen sechs Team spielen musste, die vermutlich in den Top-10 gelandet sind. Statt des realen BCS-Systems wird daher die Spielplan-Stärke-Platzierung aller Gegner zusammengerechnet und durch 25 dividiert. Dabei werden auch die Gegner berücksichtigt, gegen die erst noch gespielt wird, um überraschungen und starke Verschiebungen gegen Saisonende zu vermeiden.

4.) Anzahl der Niederlagen:
Erklärt sich von allein, oder?

5.) Qualitäts-Gewinne:
Qualitäts-Gewinne werden ermittelt, nachdem alle Teams anhand der vorgenannten Gesichtspunkte mit Ausnahme der durchschnittlichen Computer-Beurteilung in eine Rangordnung gebracht wurden. Anschließend gibt es für einen Sieg gegen die Nr.1 dieser Rangliste 0.40 Punkte, für einen Sieg gegen die Nr.2 0.36 Punkte usw. (bis zu Team Nr.10, wo man für einen Sieg noch 0.04 Punkte bekommt gibt es je schlechterer Platzierung des Gegners im Ranking 0.04 Punkte weniger!). Teams, die mit Sanktionen belegt sind, werden in Bezug auf die Qualitäts-Gewinne in der Rangliste belassen und erst nachträglich an das Ende des Rankings gesetzt, damit man nicht für Siege über gute Teams bestraft wird.

Das Gesamtergebnis eines Teams ergibt sich aus der Summe von durchschnittlichem Abstimmungsergebnis, Computer-Beurteilung, Spielplan-Stärke und Zahl der Niederlagen (?), wovon die Punkte für Qualitäts-Siege abgezogen werden. Zusätzlich werden von ungeschlagenen Teams 2 Bonuspunkte abgezogen, von Teams mit nur einer Niederlage 1 Bonuspunkt. Damit sieht die BCS etwas mehr wie die Abstimmungen aus.

Es gibt acht BCS-Bowl-Einladungen, von denen 6 an die Meister der großen Conferences gehen. Die anderen beiden werden in folgender Reihenfolge vergeben:

  1. Nicht BCS-Conference-Meister oder unabhängige Teams, die unter den Top-6 der BCS-Rangliste stehen,
  2. das bedeutet zugleich, dass das höchstgeratete BCS-Team, wenn es an #3 oder #4 in der Rangliste steht, automatisch eine BCS-Einladung bekommt.

Die beiden Nicht-Meister-Einladungen können nicht an Teams derselben Conference gehen!

Sollten auf diese Weise keine 8 Teams zusammenkommen, werden die fehlenden Teams vom Computer gewählt. In Betracht kommen Teams, die mindestens 9 Siege gegen I-A Gegner aufweisen und in den Top-12 der BCS-Rangliste sind. Dabei ist die Reihenfolge der Rangliste nicht entscheidend, wird aber weitestgehend berücksichtigt in der DEL!

In jeder Saison ist eine Bowl das Entscheidungsspiel für die nationale Meisterschaft. In diesem Spiel spielen die beiden Conference-Meister mit dem besten BCS-Ranking gegeneinander. Für die anderen drei Bowls ergeben sich die Teilnehmer, soweit sie nicht im nationalen Meisterschaftsendspiel sind, wie folgt:

  1. Rose-Bowl: Big-10 und Pac-10 Meister
  2. Orange-Bowl: ACC oder Big-East Meister
  3. Fiesta-Bowl: Big-12 Meister
  4. Sugar Bowl: SEC-Meister

Die Bowl-Ausrichter suchen sich in der gelisteten Reihenfolge die Teams für ihr Endspiel aus, allerdings darf der Bowl-Ausrichter, dessen Meister Nr.1 in der Rangliste ist, zuerst einen Ersatz aussuchen, dann der Bowl-Ausrichter, dessen Team Nr.2 in der Rangliste ist. Entscheidend ist letztlich aber, was die BCS entscheidet!